“Menschenrechte & Sexuelle Orientierung”-Rückkehr auf die Agenda der UN

Der Themenbereich Menschenrechte & Sexuelle Orientierung kehrt wieder zurück auf die Agenda der UN-Menschenrechtskonferenz. Zwischen dem 3. und 5. September 2008 findet in Paris die nächste Menschenrechtskonferenz der Vereinten Nationen statt. Erstmalig werden wieder die Menschenrechtsverletzungen, die Schwule, Lesben, Bisexuelle und Transgender auf der ganzen Welt erfahren müssen Kernthema der Konferenz “Reaffirming Human Rights for All: the Universal Declaration at 60.” sein.

Bruce Knotts (Executiv Director der Organisation Unitarian Universalist bei den Vereinten Nationen in New York) sagte in Vorbereitung der Konferenz:

“If we were going to discuss the human rights of every conceivable marginalized group, we could not exclude the Lesbian, Gay, Bisexual and Transgender (LGBT) community.”

Darüber hinaus gehe es ihm nicht darum Punkte wie die gleichgeschlechtliche Ehe oder andere Themen anzusprechen, die sich mit bestehenden religiösen oder kulturellen Normen in Konflikt befinden, sondern um die Verurteilung und Bekämpfung von Menschenrechtsverletzungen, wie beispielsweise Mord, Exukutionen, Vergewaltigungen oder Inhaftierung, die LGBT aufgrund ihrer sexuellen Orientierung/Geschlechter Identität noch in vielen Ländern erfahren müssen. In diesem Zusammenhang betonte er noch einmal:
“No culture or religion can condone these crimes”.

Neben den Verletzungen der grundlegendsten Menschenrechte, besonders von LGBT, werden auch wieder die “Yogyakarta Principles” und ihre Anwendung im internationalen Recht diskutiert werden.

Nach Angaben der International Lesbian and Gay Association (ILGA) fordern bisher 60 Staaten, das Thema “Sexual Orientation & Gender Identity” auf die Agenda des Menschenrechtsrates der Vereinten Nationen zu setzen. Auf der anderen Seite stehen Ländern wie Pakistan, Armenien, Costa Rica und Japan, die eine weitere Diskussion der Kernpunkte der Brasilianischen Resolution (2003) verhindern wollen und ein sog. “No-Action-Motion” innerhalb der Kommission unterstützen.
Für weitere Informationen können Sie die folgenden Webseiten besuchen:

Unitarian Universalist-United Nations Office: www.uu-uno.org

Unitarian Universalist- Homepage : www.uua.org

International Lesbian and Gay Association (ILGA) : http://www.ilga.org/news_results.asp?LanguageID=1&FileID=583&ZoneID=7&FileCategory=61 (abgerufen 2008-08-31)

Den Orginaltext der Nachricht der UU in englischer Sprache finden Sie als PDF-Datei im Anhang.

unitarian-universalist-united-nations-office-takes-lead-on-lgbt-human-rights.pdf

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About Rene Mertens

René Mertens (33) hat Politik / Spanisch und Erziehungswissenschaften an der Freien-Universität / Humboldt-Universität zu Berlin und an der Universidad Autónoma de Madrid (UAM) studiert. Sein Arbeitsschwerpunkt am CSDSO liegt im Bereich LGBTI, Vereinte Nationen und Menschenrechte. Neben diesen Arbeitsbereich beschäftigt er sich mit der Frage, wie die Yogyakarta-Prinzipien in die auswärtige Politik und Entwicklungszusammenarbeit integriert werden können um einen inklusive Politik zu ermöglichen. Kontakt: Rene.mertens@csdso.org
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