Welt-Aids-Tag 2009

Kommentar von René Mertens (CSDSO) zum Welt-Aids-Tag 2009

Das “Centre for the Study of Discrimination based on Sexual Orientation” (CSDSO) zeigt heute am Welt-Aids-Tag 2009 seine Solidarität mit allen betroffenen Menschen weltweit.

AIDS ist keine Krankheit die nur Homosexuelle betrifft. Aids kennt keine Grenzen und bedroht alle Menschen ungeachtet ihrer Hautfarbe, Religion, Geschlecht, sozialem Stand oder ihrer sexuellen Identität. Neben der Krankheit an sich, erfahren gerade Betroffene immer wieder in allen Staaten dieser Erde Ausgrenzung und Diskriminierung, die ihre Situation zusätzlich erschweren. Wir möchten heute dazu aufrufen, sich gegen die Ausgrenzung von HIV-Infizierten zu stellen und den Kampf gegen das Virus in allen Staaten und im eigenen Leben aufzunehmen. In der Vergangenheit hat sich immer wieder gezeigt, dass gerade Menschen die schon wegen ihrer sexuellen Identität angegrenzt werden, durch eine AIDS Erkrankung eine zusätzliche Benachteiligung erfahren. In in vielen Staaten, wie beispielsweise in Uganda oder Russland, bleiben ihnen der Zugang zu Medikamenten und zu medizinischer Behandlung oft wegen ihrer Homosexualität oder Transsexualität verwehrt. Die Staatengemeinschaft soll gerade heute daran erinnert werden, dass es allen Menschen möglich sein muss medizinische und psychologische Behandlung in Anspruch zu nehmen und das der Ausschluss davon, aufgrund der sexuellen Orientierung/sexuellen Identität, eine Verletzung der Menschenrechte darstellt. Es ist unabdingbar, dass sich alle Staaten in ihren auswärtigen Beziehungen darum bemühen, die Menschenrechte zu fördern und zu schützen. Ferner sind Präventions- und Aufklärungsprogramme im eignen und im Ausland die beste Strategie im Kampf gegen das Virus. Kulturelle oder religiöse Ansichten dürfen und können kein Begründung dafür sein geeignete Präventionsprogramme nicht oder nur sehr unzureichend durchzuführen oder Menschen von der medizinischen Hilfe auszuschließen. Dies gilt heute besonders für die Rechte von HIV erkrankten Personen weltweit.

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About Rene Mertens

René Mertens (33) hat Politik / Spanisch und Erziehungswissenschaften an der Freien-Universität / Humboldt-Universität zu Berlin und an der Universidad Autónoma de Madrid (UAM) studiert. Sein Arbeitsschwerpunkt am CSDSO liegt im Bereich LGBTI, Vereinte Nationen und Menschenrechte. Neben diesen Arbeitsbereich beschäftigt er sich mit der Frage, wie die Yogyakarta-Prinzipien in die auswärtige Politik und Entwicklungszusammenarbeit integriert werden können um einen inklusive Politik zu ermöglichen. Kontakt: Rene.mertens@csdso.org
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