Die “Yogyakarta Principles” wurden im Jahr 2006 verabschiedet. Nach mehr als zwei Jahren, stellt sich die Frage wie die Regierungen und besonders auch die Bundesregierung die Prinzipien in ihrer Arbeit umsetzen. In diesem Zusammenhang führte Klaus Jetz (Geschäftsführer des LSVD) vor wenigen Tagen ein Interview mit der Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul(SPD). In dem Interview unterstrich die Ministerin, dass Menschenrechtsverletzungen von LGBTI auch immer ein Thema in der Entwicklungszusammenarbeit sind und offen im politischen Dialog mit den Partnerländern angesprochen werden. Eine Komponente der Entwicklungszusammenarbeit ist die Stärkung der Rechte auf Information und Zugang zu medizinischer Behandlung und Medikamenten, was in einigen Ländern gerade homosexuellen Menschen verwehrt bleibt. Des Weiteren werde versucht Verfolgungen von LGBTI in Partnerländern anzusprechen und die Regierung dazu zu bewegen Homosexualität zu Entkriminalisieren und die Rechte aller Bürger in den entsprechenden Staaten zu stärken. Abschließend unterstrich Frau Wieczorek-Zeul, dass niemand aufgrund seiner geschlechtlichen Orientierung oder seiner geschlechtlichen Identität diskriminiert werden dürfe und forderte alle Staaten auf, sich der UN Erklärung (Französische Deklaration) anzuschließen, die die Diskriminierung aufgrund von sexueller Orientierung/sexueller Identität verurteilt und die Entkriminalisierung fordert.
Das Interview kann auf der folgenden Webseite nachgelesen werden:
http://www.epo.de/index.php?option=com_content&view=article&id=5016:homosexualitaet-in-entwicklungslaendern-qwir-nehmen-kein-blatt-vor-den-mundq&catid=63:kulturpolitik&Itemid=100043
(Stand 05/09)

