Studie : Wie mit Homophobie Politik gemacht wird – Menschenrechte und Verfolgung von LSBTI-Aktivisten_Innen in Afrika

“Homophobie ist in afrikanischen Ländern ähnlich wie in anderen Kontinenten ein politisches Problem. Deshalb sind die Regierungen gefordert, dem Hass, der vielerorts zu Gewalt gegen LSBTI-Menschen führt, Einhalt zu gebieten.”

Zu diesem Schluss kommt die in der letzten Woche vorgestellte Studie zum Themenbereich Homophobie in Afrika (Friedrich-Ebert-Stiftung). Die Autoren_innen Dr. Rita Schäfer und Eva Range untersuchten in ihrer Arbeit “Wie mit Homophobie Politik gemacht wird – Menschenrechte und Verfolgung von LSBTI-Aktivisten_Innen in Afrika” erste Ursachen für die die anhaltende Verfolgung von sexuellen Minderheiten in afrikanischen Staaten. In den Fallstudien zu Uganda, Simbabwe, Südafrika und Kamerun geben sie eine vergleichende Übersicht zu unterschiedlichen Aspekte der Verfolgung von LSBTI* und fragen nach dem Rechtsrahmen der politische und religiöse Ursachen von Homophobie ermöglicht. Gleichzeitig zeigen sie einige Gemeinsamkeiten in den Ursachen von homophoben Einstellungen  in diesen ansonsten recht heterogenen Staaten auf und präsentieren erste Handlungsempfehlungen für die Zusammenarbeit mit LSBTI* Aktivisten_innen auf staatlicher und nicht-staatlicher Ebene.

“Umfassende staatliche Maßnahmen und intersektionale Programme sind notwendig, um homophoben Gewaltakten präventiv entgegenzuwirken und Gewalttäter strafrechtlich zur Verantwortung zu ziehen.”

ISBN 978-3-86498-447-1

 Siehe auch: “Wie mit Homophobie Politik gemacht wird – Menschenrechte und Verfolgung von LSBTI-Aktivisten/-Innen in Afrika” Veranstaltung in der FES vom 31.02.2013. http://www.fes.de/afrika/content/web/veranstaltungen.html?set=652

 

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About Rene Mertens

René Mertens (33) hat Politik / Spanisch und Erziehungswissenschaften an der Freien-Universität / Humboldt-Universität zu Berlin und an der Universidad Autónoma de Madrid (UAM) studiert. Sein Arbeitsschwerpunkt am CSDSO liegt im Bereich LGBTI, Vereinte Nationen und Menschenrechte. Neben diesen Arbeitsbereich beschäftigt er sich mit der Frage, wie die Yogyakarta-Prinzipien in die auswärtige Politik und Entwicklungszusammenarbeit integriert werden können um einen inklusive Politik zu ermöglichen. Kontakt: Rene.mertens@csdso.org
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