Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 20-21/2012) : Geschlechtsidentität

Nachdem sich die Bundeszentrale für Politische Bildung im Jahr 2010 in ihrem Heft APuZ 15-16/2010 mit dem Thema “Homosexualität” beschäftigte, widmet sie die neuste Ausgabe der Zeitschrift der Thematik um die “Geschlechtsidentität”.

Themenübersicht – Geschlechtsidentität ( APuZ 20-21/2012)
Carolin Küppers, Soziologische Dimensionen von Geschlecht
Die Einteilung in zwei eindeutig voneinander zu unterscheidende Geschlechter strukturiert unseren Alltag. Sie erscheint als natürliche und selbstverständliche Tatsache, stellt sich aber aus soziologischer Perspektive sehr viel komplexer dar.

www.bpb.de/135431

Johannes Johow/Eckart Voland, Geschlecht und Geschlechterrolle: Soziobiologische Aspekte
Die Unterteilung in “männlich” und “weiblich” hat ihre Berechtigung, wie die Evolutionsgeschichte zeigt. Die Faktoren für die individuelle Entwicklung Anlagen? und Umwelt? lassen sich nicht unabhängig voneinander betrachten.

www.bpb.de/135433

Laura Adamietz, Geschlechtsidentität im deutschen Recht
Eine ?Geschlechtsidentität? haben alle Menschen, diese wird aber nur dann themati-siert, wenn sie von der Norm abweicht. Zwei große Fragestellungen der Geschlechts-identität fordern das Rechtssystem heraus: Transgender und Intersex.

www.bpb.de/135436

Hertha Richter-Appelt, Geschlechtsidentität und -dysphorie
Geschlechtsidentität wird thematisiert, wenn Unsicherheit auftritt, etwa bei Inter- oder Transsexualität. Im Gegensatz zur früheren Anlage-Umwelt-Gegenüberstellung wird mittlerweile von einer multifaktoriellen Determinierung der Identität ausgegangen.

www.bpb.de/135438

Ulrike Klöppel, Medikalisierung “uneindeutigen” Geschlechts
Wie konnte sich die medizinische Definitionsmacht über Intersexualität historisch durchsetzen? Zentral dafür war, so die These des Beitrags, die Konstruktion der “Geschlechtsidentität” als psychischer Entität Mitte des 20. Jahrhunderts.

www.bpb.de/135440

Michael Wunder, Intersexualität: Leben zwischen den Geschlechtern
Der Deutsche Ethikrat hat eine Stellungnahme zum Thema Intersexualität vorgelegt. Vorausgegangen war ein intensiver Dialog mit Betroffenen, Selbsthilfegruppen und Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen.

www.bpb.de/apuz/135442

Rainer Herrn, Transvestitismus und Transsexualität historisch betrachtet
Der Wechsel zur Kleidung des anderen Geschlechts und, oft damit verbunden, der Wechsel des sozialen Geschlechts sind in der europäischen Geschichte seit Langem bekannt, gerieten aber erst im späten 19. Jahrhundert in den medizinischen Blick.

www.bpb.de/135444

Susanne Schröter, Grenzverläufe zwischen den Geschlechtern
Ob zwei oder mehr Geschlechter anerkannt werden, ist vom jeweiligen kulturellen Kontext abhängig. In vielen Gesellschaften, vor allem außerhalb Europas, unterscheiden sich Geschlechterkonstruktionen von den uns bekannten Mustern.

www.bpb.de/135446

Jana Mittag/Arn Sauer, Geschlechtsidentität und Menschenrechte
Im internationalen Menschenrechtsschutz hat sich Vieles zum Positiven entwickelt. Zugleich aber lässt die geschlechtliche Vielfalt und Randständigkeit von Trans* und Inter* sie weiterhin zum Ziel von Diskriminierung und Gewalt werden.

www.bpb.de/135448

Das komplette Heft online blättern oder als pdf herunterladen unter: www.bpb.de/135428

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About Rene Mertens

René Mertens (33) hat Politik / Spanisch und Erziehungswissenschaften an der Freien-Universität / Humboldt-Universität zu Berlin und an der Universidad Autónoma de Madrid (UAM) studiert. Sein Arbeitsschwerpunkt am CSDSO liegt im Bereich LGBTI, Vereinte Nationen und Menschenrechte. Neben diesen Arbeitsbereich beschäftigt er sich mit der Frage, wie die Yogyakarta-Prinzipien in die auswärtige Politik und Entwicklungszusammenarbeit integriert werden können um einen inklusive Politik zu ermöglichen. Kontakt: Rene.mertens@csdso.org
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