Podiumsdiskussion am 8. Mai: »§ 175 Strafgesetzbuch – Verfolgung, Verurteilung, Entschädigung?«

Wir freuen uns auf die Podiumsdiskussion der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld hinweisen zu können. Im Zusammenhang mit der Diskussion möchten wir darüber hinaus auf die am 12.Februar 2012 herausgekommene Publikation “Expertise Strafrechtliche Verfolgung homosexueller Handlungen in Deutschland nach 1945″ aufmerksam machen.

Zur Einladung:

Der § 175 des deutschen Strafgesetzbuches (StGB) existierte vom 1. Januar 1872 bis zum 11. Juni 1994. Insgesamt wurden schätzungsweise 140.000 Männer nach den verschiedenen Fassungen des § 175 verurteilt. 1968 erhielt die DDR ein eigenes StGB, das in § 151 homosexuelle Handlungen mit Jugendlichen sowohl für Frauen als auch für Männer unter Strafe stellte. 1988 wurde dieser Paragraph ersatzlos gestrichen. Die Verfolgung nach § 175, die Verurteilungen und ihre Folgen bis in die heutige Generation sowie die aktuelle Entschädigungs-Debatte sind Themen der Diskussion.

Programm

Begrüßung
Dr. Ulrich Baumann, stellv. Direktor Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas

Grußwort
Jörg Litwinschuh, Geschäftsführender Vorstand Bundesstiftung Magnus Hirschfeld

Gesprächspartner
Manfred Bruns, Bundesanwalt a.D.,
Barbara Loth, Staatssekretärin in der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen des Landes Berlin,
Prof. Dr. phil. Dr. jur. Rüdiger Lautmann,
Dr. Jens Dobler, Leiter des Archivs und der Bibliothek des Schwulen Museums in Berlin

Moderation
Martin Reichert

Veranstalter
Bundesstiftung Magnus Hirschfeld (BMH), www.mh-stiftung.de

Anmeldung
Bitte melden Sie sich per E-Mail unter info[at]stiftung-denkmal.de an und planen Sie am Tag der Veranstaltung ausreichend Zeit für die Sicherheitskontrollen ein.

Zeit und Ort
8. Mai 2012, 18 Uhr
Denkmal für die ermordeten Juden Europas, Ort der Information (unter dem Stelenfeld), Cora-Berliner-Straße 1, 10117 Berlin

Quelle: http://mh-stiftung.de/2012/05/03/podiumsdiskussion-paragraph-175-strafgesetzbuch-verfolgung-verurteilung-entschaedigung/

 

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About Rene Mertens

René Mertens (33) hat Politik / Spanisch und Erziehungswissenschaften an der Freien-Universität / Humboldt-Universität zu Berlin und an der Universidad Autónoma de Madrid (UAM) studiert. Sein Arbeitsschwerpunkt am CSDSO liegt im Bereich LGBTI, Vereinte Nationen und Menschenrechte. Neben diesen Arbeitsbereich beschäftigt er sich mit der Frage, wie die Yogyakarta-Prinzipien in die auswärtige Politik und Entwicklungszusammenarbeit integriert werden können um einen inklusive Politik zu ermöglichen. Kontakt: Rene.mertens@csdso.org
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