UN Generalsekretär Ban Ki-moon: Homophobes Mobbing ist eine Menschenrechtsverletzung

Der Generalsekretär der Vereinten Nationen Ban Ki-moon verurteilte gestern im Rahmen der Podiumsdiskussion Stop Bullying – Ending violence and discrimination based on sexual orientation and gender identity, am Hauptsitz der UN in New York, homophobes Mobbing (“Bullying”) aufs Äußerste und unterstrich, dass dieses Verhalten welches sich gerade gegen junge Menschen richte, die wegen ihrer sexuellen Orientierung und/oder Geschlechtsidentität ausgegrenzt, angefeindet, angegriffen oder diskriminiert werden, eine gravierende Verletzung der Menschenrechte darstelle. Homophobes Mobbing unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen beschränkt sich ferner nicht nur allein auf eine kleine Anzahl von Staaten, sondern ist in fast allen Teilen der Erde grausamer Alltag. Darüber hinaus betonte er auf dem Panel :

“[…] It affects young people all the way through to adulthood, causing enormous and unnecessary suffering. Bullied children may become depressed and drop out of school. Some are even driven to suicide.”

Ban verdeutlichte, dass diese Art der physischen und psychischen Gewalt sich nicht allein durch eine einzige Institution bekämpfen ließe, sondern das der Kampf gegen “Homophobic bullying” stets die Zusammenarbeit einer Vielzahl von Institutionen und Akteur_innen bedarf. An dieser Stelle seien nicht nur Eltern, Familienangehörige, Lehrer_innen, Nachbar_innen gefordert um gegen “Bullying” vorzugehen und den Betroffenen zu helfen, sondern es seien auch Aktivisten_innen, Journalisten_innen, Vertreter_innen der Religionen und Politiker_innen angesprochen, um dieser Form der Ausgrenzung die Stirn zu bieten und ein Zeichen gegen jegliche Art von Diskriminierung zu setzen. Besonders die Staaten haben die primäre Aufgabe ihre Bürger_innen vor dieser Art der Gewalt wirkungsvoll zu schützen und müssen dieser Pflicht auch gerecht werden.

Ivan Simonović (Assistant Secretary-General for Human Rights) machte auf dem Podium darüber hinaus darauf aufmerksam, dass es gegenwärtig noch 76 Staaten gibt, die einvernehmlich gleichgeschlechtlich Handlungen zwischen Erwachsenen strafrechtlich verfolgen. Die Vertreter_innen der UN haben in der Vergangenheit stets versucht mit diesen Staaten und ihren Regierungen in einen Diskurs zu treten, um gerade die Rechte von LGBTI besser zu schützen und die Kriminalisierung von sexuellen Minderheiten zu beenden.

“[…] Gradually, States are coming to see that the commitments to eliminate discrimination enshrined in the Universal Declaration [of Human Rights] and in our core United Nations human rights treaties apply to everyone, not just heterosexuals but gays and lesbians and bisexual, transgender and intersex people too.”

<code> </code>

 

 

 

Quelle:

UN News Center: Homophobic bullying represents grave violation of human rights – Ban

http://www.un.org/apps/news/story.asp?NewsID=40671&Cr=discrimination&Cr1

Secretary General – Office of the Spokesperson: Message to Event on Ending Violence and Discrimination Based on Sexual Orientation and Gender Identity – Delivered by Ivan Simonović, Assistant Secretary-General for Human Rights

http://www.un.org/apps/sg/sgstats.asp?nid=5747

United Nations Webcast: Stop Bullying – Ending violence and discrimination based on sexual orientation and gender identity

http://www.unmultimedia.org/tv/webcast/2011/12/stop-bullying-ending-violence-and-discrimination-based-on-sexual-orientation-and-gender-identity.html

Share

About Rene Mertens

René Mertens (33) hat Politik / Spanisch und Erziehungswissenschaften an der Freien-Universität / Humboldt-Universität zu Berlin und an der Universidad Autónoma de Madrid (UAM) studiert. Sein Arbeitsschwerpunkt am CSDSO liegt im Bereich LGBTI, Vereinte Nationen und Menschenrechte. Neben diesen Arbeitsbereich beschäftigt er sich mit der Frage, wie die Yogyakarta-Prinzipien in die auswärtige Politik und Entwicklungszusammenarbeit integriert werden können um einen inklusive Politik zu ermöglichen. Kontakt: Rene.mertens@csdso.org
This entry was posted in Ausland, Events, Vereinte Nationen (UN) and tagged , , , , . Bookmark the permalink.

Leave a Reply