Fachkonferenz: School is out?! Empowering schools – challenging normalities and discrimination- Strategien für eine Schule ohne Ausgrenzungen

Wir möchten auf eine Veranstaltung des Zentrums für transdisziplinäre Geschlechterstudien (ZtG) der Humboldt-Universität zu Berlin hinweisen:

Internationale Fachkonferenz am 2.12.2011 in Berlin
School is out?!
Empowering schools – challenging normalities and discrimination
Strategien für eine Schule ohne Ausgrenzungen

Aus der Ankündigung des ZtG

Es ist soweit: Die Ergebnisse der Studie zu Erfahrungen von Kindern in Regenbogenfamilien in der Schule liegen vor und werden nun vorgestellt. Die Studie hat die Erfahrungen von Kindern und Jugendlichen, die mit Eltern aufwachsen, die sich als lesbisch, schwul, bi-sexuell, trans* oder queer  (LGBT*Q) identifizieren, untersucht. Wir haben danach gefragt, ob und in welcher Weise sie Diskriminierung erleben und welche Strategien sie im Umgang mit befürchteten oder erlebten Formen von Gewalt entwickelt haben und einsetzen. Gefragt wurde außerdem nach Resilienzfaktoren in ihrem Umfeld – und besonders spannend: welche konkreten Erwartungen und Wünsche die Kinder und Jugendlichen in Bezug auf Peers, Lehrer_innen und das System Schule formulieren. Bereichert wurde diese Perspektive durch Interviews mit Eltern und pädagogischen  Expert_innen. Insgesamt wurden 100 Interviews mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 8 und 20 Jahren, Eltern und Expert_innen durchgeführt. Die Studie – gefördert über das EU-Programm Daphne III – wurde von Forscher_innen-Teams in Slowenien, Schweden und Deutschland durchgeführt. Beteiligt waren neben der Humboldt-Universität zu Berlin, die Universität Lund und die Universität Ljubljana.
Ein kurzer Einblick ins Tagungsprogramm
Als Keynotespeaker wird Prof. Dr. Jutta Hartmann (ASH Berlin) zum Thema “Familie weiter denken – Impulse für eine inklusive Pädagogik” sprechen. Wir werden neu konzipierte pädagogische Materialien vorstellen, mit denen mit Kindern und Jugendlichen zum Thema Regenbogenfamilien und alternative Familienformen gearbeitet werden kann. Am Nachmittag besteht die Gelegenheit, in Workshops darüber zu diskutieren, welche Dimensionen und Perspektiven der Ansatz ‚”Queer als kulturelle Kompetenz” eröffnet, wie sich die Strategien der Kinder im Umgang mit Denormalisierung für die Schule produktiv machen lassen und wie Lehrer_innen und Eltern gemeinsam Impulse für eine normenkritische Pädagogik und eine Schule ohne Ausgrenzung weiterentwickeln könnten. Damit soll die Konferenz sowohl neue Anregungen und Impulse zum Weiter- und Quer-Denken geben wie auch Raum bieten für fachlichen und persönlichen Austausch und für europäische Vernetzung. Vertreter_innen der Politik aus allen drei Ländern sind eingeladen. Und als besonderes Highlight gibt es speziell für Kinder und Jugendliche aus Regenbogenfamilien (aus allen drei Ländern!) parallel zum Konferenzprogramm unter dem Titel “Face your book – write up your story” einen Workshop zu Kreativem Schreiben.

Die Konferenz richtet sich an:

Lehrer_innen und pädagogische Fachkräfte der Schulsozialarbeit, der sozialpädagogischen Familienhilfe, des Jugendamtes, Forschende und Studierende, Therapeut_innen und Psycholog_innen, Eltern und alle, die am Thema interessiert sind.

Die Beiträge der Konferenz werden Englisch-Deutsch, Deutsch-Englisch gedolmetscht.
Gebärdendolmetscher_innen stehen zur Verfügung.

Konferenzort:

Centre Mon Bijou, Oranienburger Str.13/14, 10178 Berlin

Kostenbeitrag:

20.-€/10.-€

Anmeldeformular:

Online-Anmeldung

Flyer

Weitere Informationen auf:

http://www.gender.hu-berlin.de/rainbowchildren/aktuelles

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About Rene Mertens

René Mertens (33) hat Politik / Spanisch und Erziehungswissenschaften an der Freien-Universität / Humboldt-Universität zu Berlin und an der Universidad Autónoma de Madrid (UAM) studiert. Sein Arbeitsschwerpunkt am CSDSO liegt im Bereich LGBTI, Vereinte Nationen und Menschenrechte. Neben diesen Arbeitsbereich beschäftigt er sich mit der Frage, wie die Yogyakarta-Prinzipien in die auswärtige Politik und Entwicklungszusammenarbeit integriert werden können um einen inklusive Politik zu ermöglichen. Kontakt: Rene.mertens@csdso.org
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