Menschenrechtsrat verabschiedet zum ersten Mal in seiner Geschichte eine Resolution zum Schutz sexueller Minderheiten

Genf – Heute Vormittag hat der UN-Menschenrechtsrat in Genf zum ersten Mal überhaupt eine Resolution verabschiedet, die jegliche Diskriminierung und Verfolgung von Schwulen, Lesben, Bi- und Transsexuellen verurteilt und die  Staaten auffordert jede strafrechtliche und/oder außergerichtliche Verfolgung von Menschen aufgrund ihrer realen oder vermuteten sexuellen Orientierung / Geschlechtsidentität zu unterlassen und die Rechte von sexuellen Minderheiten nachhaltig zu schützen und zu fördern. Die Resolution “Human Rights, Sexual Orientation, and Gender Identity” wurde von der südafrikanische Vertretung vorlegt und wurde mit 23 gegen 19 Stimmen, bei 3 Enthaltungen von dem Rat angenommen.

Der Rat stimmte wie folgt ab:

Dafür stimmten:

Argentinien , Belgien, Brasilien, Chile, Kuba, Ecuador, Frankreich, Guatemala, Ungarn, Japan, Mauritius, Mexiko, Norwegen, Polen, Südkorea , Slowakei, Spanien, Schweiz, Ukraine, Thailand, Vereinigtes Königreich, USA, Uruguay

Dagegen stimmten:

Angola, Bahrain, Bangladesh, Kamerun, Dschibuti, Gabun, Ghana, Jordan, Malaysia, Malediven, Mauretanien, Nigeria, Pakistan, Qatar, Republik Moldau , Russisch Föderation, Saudi Arabien, Senegal, Uganda.

Enthaltungen:

Burkina Faso, China, Zambia

Abwesend:

Kirgistan, Libyen

Erklärungen einzelner Mitgliedsstaaten des Menschenrechtsrates vor der Abstimmung

Südafrika – Jerry Matthews Matjila

Brasilien – Maria Nazareth Farani Azevêdo

Pakistan als Repräsentant der OIC – Shafqat Ali Khan

Ungarn als Repräsentant der EU – András Dékány

Nigeria als Repräsentant der Afrikanischen Staaten – Ositadinma Anaedu

Saudi-Arabien – Abdulwahab Abdulsalam Attar

Bahrain – Muna Abbas Radhi

Bangladesh – Nahida Sobhan

Quatar – Khalid Fahad Al-Hajri

Mexiko – Juan José Gómez Camacho

Mauretanien – Cheikh Ahmed Ould Zahaf

Weitere Erklärungen, die nach der Abstimmung des Rates abgegeben wurden finden Sie hier

 

 

 

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About Rene Mertens

René Mertens (33) hat Politik / Spanisch und Erziehungswissenschaften an der Freien-Universität / Humboldt-Universität zu Berlin und an der Universidad Autónoma de Madrid (UAM) studiert. Sein Arbeitsschwerpunkt am CSDSO liegt im Bereich LGBTI, Vereinte Nationen und Menschenrechte. Neben diesen Arbeitsbereich beschäftigt er sich mit der Frage, wie die Yogyakarta-Prinzipien in die auswärtige Politik und Entwicklungszusammenarbeit integriert werden können um einen inklusive Politik zu ermöglichen. Kontakt: Rene.mertens@csdso.org
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