Studien zur Förderung für internationale LSBTI-Projekte

Die Dreilinden gGmbH untersucht seit einigen Jahren die Förderungssituation von LSBTI Menschenrechtsprojekten und geht dabei unter anderem Fragen der Höhe, Verwendung und Herkunft der Zuwendungen nach.

Gegenwärtig führt Dreilinden eine Datenerhebung zur Förderung von LSBTI Menschenrechtsprojekten im Globalen Süden und Osten durch. Hierbei steht besonders im Fokus mit welchem Finanzvolumen Stiftungen, Einzelpersonen, Verbände und andere Institutionen LSBTI Projekte fördern. Die Studie ist ein Nachfolgeprojekt der ersten Erhebung 2009, die unter dem Titel “Regenbogen-Philanthropie! Deutsche Unterstützung für die lesbisch-schwule, bi-, trans- und intersexuelle (LSBTI) Menschenrechtsarbeit im globalen Süden und Osten” erschienen ist.

Aus der Studie:

“Das Ergebnis der 31-Seiten starken Dokumentation ist ernüchternd: von 16.500 Stiftungen in Deutschland engagieren sich in dem Feld der LSBTI-Menschenrechte lediglich 11 Stiftungen. Diese haben im Jahr 2008 mit 622.000 Euro 47 lesbische, schwule, bi-, trans- und intersexuelle Projekte im globalen Süden und Osten gefördert.”


Auf dem US amerikanischen Kontinent hat ebenfalls  “Funders for Lesbian and Gay Rights” eine ähnliche Studie durchgeführt, die die Förderungsstatistiken zur internationalen LSBTI Unterstützung analysierte. (siehe: Studie: “A global Gaze” zur US-Gebersituation). Dreilinden will sich mit seiner aktuellen Studien an diesem internationalen Diskurs beteiligen und auch auf eventuelle Förderungslücken in diesem Bereich hinweisen.

Alle weiteren Informationen zum aktuellen Projekt, die Fragebögen und weitere Links sind hier

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About Rene Mertens

René Mertens (33) hat Politik / Spanisch und Erziehungswissenschaften an der Freien-Universität / Humboldt-Universität zu Berlin und an der Universidad Autónoma de Madrid (UAM) studiert. Sein Arbeitsschwerpunkt am CSDSO liegt im Bereich LGBTI, Vereinte Nationen und Menschenrechte. Neben diesen Arbeitsbereich beschäftigt er sich mit der Frage, wie die Yogyakarta-Prinzipien in die auswärtige Politik und Entwicklungszusammenarbeit integriert werden können um einen inklusive Politik zu ermöglichen. Kontakt: Rene.mertens@csdso.org
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