LesMigraS sucht Teamer_innen und Referent_innen für Workshops und Veranstaltungen 2011

Auch dieses Jahr wird LesMigraS Workshops und Veranstaltungen im Rahmen des Empowerment Projekts Tapesh – mit Herz und Vision gegen Gewalt und Diskriminierung anbieten. Dafür suchen wir jetzt Teamer_innen und Referent_innen.

Unter Empowerment verstehen wir eine Abwendung von einer defizitorientierten hin zu einer stärkeorientierten Haltung, in der die Selbstverantwortung und Selbstbestimmung der einzelnen Personen und eine Stärkung von Individuen und Gruppen im Vordergrund stehen.

Wir möchten dabei Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans* und intergeschlechtliche Menschen in ihrem Bewusstsein für Gewalt und Mehrfachdiskriminierung stärken und einen Raum ermöglichen, in dem unterschiedliche Erfahrungen und Umgangsweisen

kennengelernt werden können. Wir möchten auch LSBTI darin unterstützen, Handlungsstrategien zu entwickeln. Ab März 2011 bis Anfang November 2011 werden die Veranstaltungen und Workshops für LSBTI Menschen stattfinden.

Themen sollen u.a. sein:

– Empowerment von LSBTI mit persönlicher, struktureller und institutionalisierter Gewalt- und Diskriminierungserfahrung
– Empowerment von LSBTI Unterstützer_innen bei und nach Gewalt- und Diskriminierungserfahrungen
– Geschichte der (antirassistischen) Empowermentarbeit von LSBTI
– Empowerment von LSBTI ohne Papiere, LSBTI Migrant_innen, Schwarze LSBTI und LSBTI of Color
– Empowerment von LSBTI Menschen mit Behinderung
– Empowerment von Trans* und intergeschlechtlichen Menschen

Diese Workshops und Veranstaltungen müssen sich nicht exklusiv nur an eine bestimmte Gruppe richten. Ein Workshop, der z.B. nur für LSBTI Menschen mit Behinderung angeboten wird, muss nicht automatisch zu dem Thema Behinderung bzw. Behindertenfeindlichkeit (Ableism) sein.
Die Veranstaltungen und Workshops können in der Konzeption unterschiedlich gestaltet sein und verschiedene Ansätze integrieren. Was uns allerdings wichtig wäre, ist, dass sie stets für Teilnehmer_innen mit unterschiedlichen Bildungshintergründen
und aus unterschiedlichen Generationen zugänglich bleiben und auch starke praktische Anteile haben. Auch ist uns wichtig, dass in der Konzeptionierung mitbedacht wird, dass Personen mit Behinderung an Veranstaltungen oder Workshops gleichberechtigt teilnehmen können.
Sie können:
– eher theoretische und historische Inhalte vermitteln
– theaterpädagogische Ansätze verfolgen
– auf Selbsterfahrung und Selbstreflexion basieren
– mit verschiedenen audio-visuellen Medien künstlerisch/ kreativ (Tanz, Theater, Fotografie, Film) konzipiert sein
– eine Filmvorführung mit anschließendem Gespräch beinhalten
– performativen Charakter haben
– Lesungen beinhalten

Der zeitliche Rahmen für die Workshops beläuft sich auf 6 Stunden (ohne Pausen). Die Workshops sollen in den Räumen der Lesbenberatung/ LesMigraS stattfinden. Sie können in einem Team von zwei Personen angeboten werden.
Die Veranstaltungen belaufen sich auf 2-3 Stunden. Sie werden zum Teil in den Räumen der Lesbenberatung / LesMigraS und zu einem anderen Teil an anderen Veranstaltungsorten und in Cafés stattfinden.
Wir bitten alle Interessierten uns bis zum 07. Februar 2011 eine kurze Beschreibung (insgesamt max. 1 Seite) mit folgenden Inhalten zuzusenden:
– ein kurzes Outline zu Ihrem Workshop- bzw. Veranstaltungsangebot
– Ihre Motivation und bisherigen Erfahrungen/Angebote in ein paar Sätzen zusammengefasst

Wir freuen uns sehr auf Ihre Rückmeldung.
Herzliche Grüße
Das LesMigraS-Team

LesMigraS ist der Antidiskriminierungs- und Antigewaltbereich der Lesbenberatung Berlin e.V.
Mehr Informationen zu Tapesh unter: http://www.lesmigras.de/tapesh.html

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About Rene Mertens

René Mertens (33) hat Politik / Spanisch und Erziehungswissenschaften an der Freien-Universität / Humboldt-Universität zu Berlin und an der Universidad Autónoma de Madrid (UAM) studiert. Sein Arbeitsschwerpunkt am CSDSO liegt im Bereich LGBTI, Vereinte Nationen und Menschenrechte. Neben diesen Arbeitsbereich beschäftigt er sich mit der Frage, wie die Yogyakarta-Prinzipien in die auswärtige Politik und Entwicklungszusammenarbeit integriert werden können um einen inklusive Politik zu ermöglichen. Kontakt: Rene.mertens@csdso.org
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