Fortbildung für Lehrer_innen (Bremen): Mobbing-ein heißes Thema

Das Landesinstitut für Schule des Bundeslandes Bremen bietet für Lehrer_innen ab dem 10.02.2011 folgende Qualifizierungsmaßnahme an.

Mobbing – ein heißes Thema

Mobbing, das systematische Quälen von Mitschüler/innen, ist in den letzten Jahren zunehmend als Problem in Schule benannt worden. Der professionelle Umgang mit dieser komplexen Form psychischer und physischer Gewalt erfordert Kompetenzen, die eine intensive Auseinandersetzung mit der Problematik notwendig machen. Aus diesem Grund und wegen der sehr großen Nachfrage führt das LIS in enger Kooperation mit der Serviceagentur Ganztägig Lernen zum zweiten Mal eine Qualifizierungsreihe zur Mobbing-Prävention durch.

Wie können wir Mobbingprozesse stoppen? Wie kann ich Opfer schützen? Wann ist welche Methode angesagt? Wie kann Mobbing-Prävention als systematischer Teil von Schulentwicklung wirksam werden? Wie fange ich an?

Ein Start-Wochenende wird einführen in entwicklungspsychologische Aspekte des Themas unter Berücksichtigung des Systems Schule. Zudem werden zwei wichtige Methoden zur Bearbeitung von Mobbingvorfällen vorgestellt und zu den schulspezifischen Themen der Teilnehmenden in Beziehung gesetzt:
Der No Blame Approach ist ein lösungsorientierter Ansatz ohne Schuldzuweiseung, der die Schüler/innen selbst in hohem Maße in die Lösung des Problems einbezieht. Dem gegenüber ist Farsta eine konfrontierende Methode, bei der die Pädagog/innen direkt intervenieren.
Im weiteren Verlauf der Qualifizierung wechseln Vertiefungsmodule und Praxisbegleitung bei der Entwicklung und Durchführung eines Schulprojektes ab.
Reflexionsphasen und praktische Übungen wechseln mit Inputs zu den grundlegenden Theorien, zur Methode und zu systemischen Aspekten. Praxisbeispiele aus der eigenen Schule sind sehr willkommen.
Die Teilnehmenden führen für ihre eigene Schule ein Projekt durch. Es wird davon ausgegangen, dass die Schulleitungen die Teilnahme an der Qualifizierung und die Durchführung des Projektes unterstützen. Interessent/innen sollten sich mindestens zu zweit pro Schule anmelden, um nachhaltig in ihrer Schule wirksam werden zu können.

Weitere Informationen und Anmeldung hier

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About Rene Mertens

René Mertens (33) hat Politik / Spanisch und Erziehungswissenschaften an der Freien-Universität / Humboldt-Universität zu Berlin und an der Universidad Autónoma de Madrid (UAM) studiert. Sein Arbeitsschwerpunkt am CSDSO liegt im Bereich LGBTI, Vereinte Nationen und Menschenrechte. Neben diesen Arbeitsbereich beschäftigt er sich mit der Frage, wie die Yogyakarta-Prinzipien in die auswärtige Politik und Entwicklungszusammenarbeit integriert werden können um einen inklusive Politik zu ermöglichen. Kontakt: Rene.mertens@csdso.org
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